Linsentrübung / Grauer Star / Cataract
Cataract („Grauer Star“) bezeichnet eine Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse, welche das Sehvermögen beeinträchtigt.
Bei einem fortgeschrittenen „Grauen Star“ kann man einen grauen Schleier hinter der Pupille erkennen. Daraus resultiert auch die Bezeichnung „Grauer Star“: „Grau“ wegen des Schleiers und „Star“ wegen des starren Blicks, der bei erblindeten Menschen zu beobachten ist.
Über die Ursache des „Grauen Stares“ wissen wir nur relativ wenig. Eine Vielzahl von Entstehungsmechanismen ist diskutiert worden. Regelmäßig kommt es bei der Ausbildung von Linsentrübungen zu Veränderungen im Linseneiweiß, das immerhin ca. 35% der Linsenmasse ausmacht. (Die Augenlinse ist damit das eiweißreichste Organ des menschlichen Körpers.) Warum dieses Eiweiß seine Struktur ändert, ist weitgehend unbekannt.
Nur bei wenigen Formen, wie z.B. der Linsentrübung bei Diabetikern, konnte bislang die Pathophysiologie geklärt werden. In den meisten Fällen müssen wir von einer Vielzahl schädigender Faktoren ausgehen, die sich gegenseitig beeinflussen und auch verstärken. Zu diesen Faktoren können der Stoffwechsel, die Nahrung, die Umweltbedingungen und zahlreiche weitere Einflüsse zählen.
Eine Therapie des „Grauen Stares“ durch Medikamente gibt es nicht. Ist des Linseneiweiß erst einmal denaturiert, kann es nicht wieder in seine ursprüngliche Form zurückverwandelt werden. Es hilft nur die operative Entfernung der Augenlinse mit Implantation einer Kunststofflinse.